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Wozu dient eine Hormon-Speichelanalyse?

  • 9. März 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Mai

Unser Hormonhaushalt beeinflusst zahlreiche Funktionen im Körper – von Zyklus, Stimmung und Schlaf bis hin zu Stoffwechsel, Hautbild, Energie und Stressregulation. Wenn Hormone aus dem Gleichgewicht geraten, kann sich das sehr unterschiedlich zeigen: durch PMS, Zyklusbeschwerden, Erschöpfung, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Wechseljahresbeschwerden oder unerfüllten Kinderwunsch.


Laboruntersuchungen

Eine Möglichkeit, hormonelle Zusammenhänge besser zu verstehen, ist die Hormonspeichelanalyse. Sie wird in der Erfahrungsmedizin und Naturheilkunde seit vielen Jahren eingesetzt und kann wertvolle Hinweise auf die freien, aktiven Hormonanteile geben.

Die Speichelanalyse ist einfach, nicht invasiv und kann bequem zu Hause durchgeführt werden. Es braucht keine Blutentnahme und keinen Nadelstich. Gerade für Frauen, die eine sanfte und unkomplizierte Abklärung wünschen, kann das sehr angenehm sein.



Was misst eine Hormonspeichelanalyse?


Bei einer Hormonspeichelanalyse werden die freien, biologisch aktiven Hormonanteile gemessen. Je nach Fragestellung können verschiedene Hormone bestimmt werden.

Typischerweise gehören dazu:


Estradiol – das aktivste Östrogen in der fruchtbaren Lebensphase; wichtig für Zyklus, Schleimhäute, Haut, Stimmung, Knochen und Wohlbefinden.

Estriol – ein schwächeres Östrogen, das besonders mit Schleimhäuten, Gewebe, vaginaler Gesundheit und Beschwerden nach der Menopause in Verbindung steht.

Progesteron – das zentrale Hormon der zweiten Zyklushälfte; wichtig für Zyklusstabilität, innere Ruhe, Schlaf und Schwangerschaftserhalt.

DHEA – ein Hormon aus der Nebennierenrinde und Vorläufer anderer Steroidhormone; relevant für Energie, Belastbarkeit, Regeneration und Libido.

Testosteron – auch bei Frauen wichtig für Antrieb, Muskelkraft, Libido, Energie, Haut, Haare und Stoffwechsel.

Cortisol – das wichtigste Stresshormon; es zeigt, wie der Körper auf Belastung reagiert und wie die Stressregulation verläuft.

Diese Werte werden nicht isoliert betrachtet, sondern immer zusammen mit Beschwerden, Zyklus, Lebensphase, Stressbelastung, Medikamenten, hormoneller Verhütung oder einer bestehenden Hormontherapie eingeordnet.


Wann ist eine Hormonspeichelanalyse sinnvoll?


Eine Hormonspeichelanalyse kann hilfreich sein, wenn Beschwerden auf eine hormonelle Dysbalance hinweisen oder wenn eine naturheilkundliche Therapie gezielter ausgerichtet werden soll.


Sie kann besonders sinnvoll sein bei:

  • Menstruationsbeschwerden

  • PMS

  • Zyklusunregelmässigkeiten

  • Post-Pill-Beschwerden

  • unerfülltem Kinderwunsch, ergänzend zur medizinischen Abklärung

  • Verdacht auf Progesteronmangel oder Östrogendominanz

  • Wechseljahresbeschwerden

  • chronischer Erschöpfung

  • Schlafstörungen

  • Stimmungsschwankungen

  • Stressbelastung

  • Libidoverlust

  • Beschwerden trotz bestehender Hormontherapie


Die Speichelanalyse ersetzt keine medizinische Abklärung, kann aber in der naturheilkundlichen Praxis wertvolle Zusatzinformationen liefern – besonders dann, wenn es um freie, aktive Hormonanteile, zyklische Beschwerden und funktionelle Zusammenhänge geht.


Blut oder Speichel – welches Hormonlabor ist sinnvoll?


Welche Hormonmessung sinnvoll ist, hängt von der Fragestellung ab: Geht es um eine medizinische Abklärung – oder um ergänzende Hinweise für eine naturheilkundliche Begleitung?


Mehr dazu findest du im separaten Blogbeitrag:

Hormonlabor: Blut oder Speichel?



Erfahre mehr über die Möglichkeiten der Naturheilkunde





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