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Der Leberwickel – Wirkung, Anwendung und Anleitung

  • vor 8 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Leberwickel - Zutaten

Der Leberwickel ist eine klassische Anwendung der Naturheilkunde. Durch Wärme und Ruhe kann er die Durchblutung der Leber fördern und den Körper in seiner Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktion unterstützen.

Gerade in der Frauenheilkunde spielt die Leber eine wichtige Rolle, da sie am Abbau von Hormonen beteiligt ist. In Zeiten von Stress, hormonellen Ungleichgewichten wie PMS, Wechseljahre oder auch bei Verdauungsbeschwerden kann ein Leberwickel eine einfache Möglichkeit sein, den Körper zu entlasten und die natürlichen Entgiftungsprozesse der Leber zu unterstützen.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • was ein Leberwickel ist

  • wann er angewendet wird

  • wie er wirkt

  • wann du ihn nicht anwenden solltest

  • warum Schafgarbentee besonders gut geeignet ist

  • und wie du ihn Schritt für Schritt zu Hause durchführen kannst > direkt zur Anleitung



Was ist ein Leberwickel?

Ein Leberwickel ist eine Auflage im Bereich der Leber. Dabei wird ein feuchtes, warmes Tuch auf den Oberbauch gelegt und mit einer Wärmflasche oder einem warmen Kirschkernkissen kombiniert. Anschliessend ruht man für etwa 30 Minuten.

Die Kombination aus Wärme, Ruhe und Feuchtigkeit kann:

  • die Durchblutung der Leberregion fördern

  • das vegetative Nervensystem beruhigen

  • den Körper bei Stoffwechselprozessen unterstützen

In der Naturheilkunde wird der Leberwickel oft auch im Rahmen von Entlastungs- oder Aufbauphasen eingesetzt.


Für was wird ein Leberwickel angewendet?

Ein Leberwickel wird traditionell bei verschiedenen Beschwerden oder Belastungen eingesetzt, zum Beispiel bei:

  • Hormonellen Ungleichgewichten

  • Zyklusbeschwerden

  • Verdauungsbeschwerden

  • Völlegefühl

  • Blähungen

  • träger Verdauung

  • Stress und innerer Unruhe

  • Erschöpfung und Überlastung

Die Anwendung wirkt entspannend und unterstützt die parasympathische Aktivität (Ruhe- und Regenerationsmodus). Viele Frauen berichten nach einem Leberwickel von einem Gefühl der Entspannung und Wärme im Körper.

In naturheilkundlichen Konzepten ist der Leberwickel immer Teil eines Gesamtkonzeptes und wird mit anderen Methoden kombiniert.

Wie wirkt ein Leberwickel?

Die Wirkung eines Leberwickels entsteht durch mehrere Faktoren:


  • Wärme

    Die Wärme erweitert die Gefässe und kann die Durchblutung im Leberbereich fördern.

  • Unterstützung des Stoffwechsels

    In naturheilkundlichen Konzepten wird der Leber eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und bei der Verarbeitung von Hormonen und Nährstoffen zugeschrieben.

  • Aktivierung des Nervensystems

    Die Ruhephase während der Anwendung unterstützt den Parasympathikus, also den Teil des Nervensystems, der für Erholung und Verdauung zuständig ist.

  • Entspannung des Körpers

    Viele Menschen erleben während eines Leberwickels eine tiefe Entspannung, ähnlich wie bei einer kurzen Ruhepause oder Meditation.

Warum Schafgarbentee?

Für den Leberwickel kann auch einfach warmes Wasser verwendet werden. Besonders bewährt hat sich jedoch Schafgarbentee. Die Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zu den klassischen Heilpflanzen der Frauen- und Verdauungsheilkunde.

Der warme Tee im Wickel verbindet daher:

  • die Wärme der Anwendung

  • mit den pflanzlichen Eigenschaften der Schafgarbe.

Wann sollte kein Leberwickel gemacht werden?

In einigen Situationen sollte ein Leberwickel nicht angewendet werden oder vorher ärztlich abgeklärt werden. Zum Beispiel bei:

  • Schwangerschaft*

  • akuten Entzündungen im Bauchraum

  • Fieber

  • starken Schmerzen unklarer Ursache

  • unmittelbar nach grossen Mahlzeiten

  • bekannten schweren Lebererkrankungen ohne medizinische Begleitung


*Heisse Wickel auf die Bauchregion sind in der Schwangerschaft generell gut abzuwägen und sollten unter ärztlicher Begleitung erfolgen.

Wenn du unsicher bist, ist es sinnvoll, die Anwendung vorher mit einer medizinischen Fachperson oder Naturheilpraktikerin zu besprechen.


Die Anleitung «Leberwickel mit Schafgarbentee»

Was du brauchst

  • 1 Liter Wasser

  • 2 EL Schafgarbenkraut (oder 2 Teebeutel)

  • 1 grosse Schüssel

  • 1 Frottee-Waschlappen

  • 1 Paar Handschuhe

  • 1 Küchentuch

  • 1 Frottee- oder Gästetuch

  • 1 Woll- oder Baumwolltuch

  • 1 Wärmflasche oder Kirschkernkissen

  • ca. 30 Minuten Zeit für dich


1. Tee zubereiten und 3 min. ziehen lassen

2. Tee in Schüssel giessen

3. Waschlappen Eintauchen

Verwende Handschuhe, da das Wasser sehr heiss ist!

4. Auswringen

Wringe den Lappen gut aus – am besten, indem du ihn in ein Küchentuch einwickelst.


5. Wickel auflegen

Lege den feuchten Lappen auf deinen rechten Oberbauch (Leberbereich unterhalb der Rippen). Teste die Temperatur vorher achtsam.

6. Einwickeln

Decke den Wickel mit einem trockenen Frottee- oder Gästehandtuch ab und wickle dich in ein Woll- oder Baumwolltuch ein. 7. Wärme

Lege eine Wärmflasche (halb gefüllt) oder ein warmes Kirschkernkissen darauf.

8. Ruhephase

Lege dich bequem hin und ruhe etwa 30 Minuten. Lass Wärme und Ruhe bewusst wirken.


Wie oft kann man einen Leberwickel machen?

Ein Leberwickel kann je nach Bedarf angewendet werden, zum Beispiel:

  • 1–3-mal pro Woche

  • oder als kurze Abendroutine in stressigen Phasen.

Wichtig ist, dass du dir während der Anwendung wirklich Zeit zum Ruhen nimmst.

Naturheilkundliche Begleitung

In meiner Praxis für integrative Frauen-Naturheilkunde betrachte ich Beschwerden nicht isoliert. Gerade bei Themen wie Verdauung, Stress, hormonelle Veränderungen oder Zyklusbeschwerden

spielen oft mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.


Sibylle Naturheilpraktikerin für Frauenheilkunde

Wenn du dich tiefer mit deiner Gesundheit beschäftigen möchtest, begleite ich dich gerne auf deinem Weg.



 
 
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