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Detox & Entgiftung – mehr als ein Trend

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Der Körper verfügt über feine Mechanismen, um sich zu regulieren und zu entlasten. Entgiftung bedeutet in der Naturheilkunde, diese Prozesse zu unterstützen, angepasst an Lebensphase und persönliche Konstitution.



Was bedeutet Entgiftung aus naturheilkundlicher Sicht?

Detox wird oft mit kurzfristigen Kuren verbunden. In der Naturheilkunde bedeutet Entgiftung etwas anderes: die Unterstützung der körpereigenen Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse, die täglich in unserem Körper ablaufen.

Der Fokus liegt nicht auf «Reinigung», sondern auf:

  • Entlastung statt Überforderung

  • Regulation statt radikaler Massnahmen

  • Anpassung an Lebensphase und Konstitution


Entgiftung – warum heute besonders relevant?

Unser Körper ist heute stärker belastet als früher, z. B. durch:

  • Umweltgifte und hormonaktive Substanzen

  • Medikamente

  • Stress

  • stark verarbeitete Ernährung

Naturheilkundliche Entgiftung ist daher kein kurzfristiger Trend, sondern Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsbegleitung.


Wie der Körper entgiftet

Der Körper entgiftet sich selbst – jeden Tag. Die Naturheilkunde unterstützt diese Prozesse, indem sie die Organe aktiviert und unterstützt. Wichtig sind dabei mehrere Organe, die eng zusammenarbeiten:

  • Leber – baut Hormone, Medikamente und Stoffwechselprodukte ab

  • Darm – sorgt für die endgültige Ausscheidung

  • Nieren – filtern wasserlösliche Stoffe über den Urin

  • Lymphe – transportiert Stoffwechselreste aus dem Gewebe

  • Haut & Atmung – unterstützen die tägliche Ausleitung

  • Nervensystem – reguliert alle Prozesse (Stress hemmt Entgiftung)


Entgiftung aus Sicht der TEN

In der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN) gibt es keine allgemein gültige Entgiftungstherapie. Entscheidend ist die individuelle Konstitution – die Ausgangslage der Humoralmedizin (Wärme- und Feuchtigkeitsprinzip).

Je nach Typ braucht es:

  • sanfte, aufbauende Entlastung

  • oder stärker ausleitende Impulse

  • manchmal Aktivierung, manchmal Beruhigung

Entgiftung wirkt nur dann unterstützend, wenn sie zum Menschen, zur Lebensphase und zur Belastbarkeit passt.


Wann entgiften – und wann nicht?

Präventiv Präventiv eignen sich aus Sicht der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN) besonders die Übergangszeiten im Frühjahr und im Herbst, um den Körper zweimal pro Jahr mit einer individuell angepassten Entgiftungsphase zu begleiten und natürliche Umstellungsprozesse zu unterstützen.


In hormonellen Übergangsphasen In hormonell herausfordernden Zeiten, zum Beispiel nach dem Absetzen hormoneller Verhütung, bei Kinderwunsch, in der Perimenopause sowie in der Postmenopause kann eine sanfte, konstitutionsgerechte Entgiftung unterstützend wirken.


Bei Erschöpfung nur behutsam

Bei Erschöpfung stehen zunächst Stabilisierung und Aufbau im Vordergrund. Entgiftung erfolgt – wenn überhaupt – behutsam und zum passenden Zeitpunkt.

Nicht entgiften! In Schwangerschaft und Stillzeit ist Entgiftung nicht angezeigt.



Entgiftung ganzheitlich begleiten

Entgiftung ist kein Trend, sondern ein Grundprinzip. Aus naturheilkundlicher Sicht geht es darum, den Körper nicht zu überfordern, sondern seine eigenen Prozesse gezielt zu unterstützen – angepasst an Konstitution, Lebensphase und Belastbarkeit.


Je nach Situation wende ich dabei unterschiedliche Therapieansätze an:

  • Pflanzenheilkunde

  • Ableitende Verfahren wie das trockene Schröpfen

  • Fussreflexzonenmassage

  • Stress- und Nervensystemregulation

Für eine nachhaltige Entgiftung spielt auch der Darm eine zentrale Rolle. Nur wenn der Darm gut arbeitet, können umgewandelte Stoffe und Toxine den Körper auch wirklich verlassen und werden nicht erneut aufgenommen.

  • Regulation der Verdauung

  • Unterstützung der Darmschleimhaut

  • gezielte Entlastung bei Dysbiosen (Ungleichgewichte der Darmflora)

  • Aufbau und Stabilisierung des Mikrobioms

Naturheilkundliche Entgiftung bedeutet für mich deshalb immer: den ganzen Menschen zu betrachten – und die Therapie so zu wählen, dass sie stärkt, reguliert und langfristig trägt.

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