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«Das hat ChatGPT mir empfohlen» – wie ich mit KI in meiner Naturheilpraxis umgehe

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit
Frau recherchiert Gesumdheitsfragen mit KI


«Ich habe ChatGPT gefragt …» höre ich inzwischen immer häufiger in meiner Praxis. Und grundsätzlich finde ich das gut. KI kann helfen, Gesundheitsinformationen verständlicher zu machen und Fragen zu sortieren.


Wichtig ist nur, zu unterscheiden: Was kann KI gut – und wann braucht es einen Menschen?



Wann KI sinnvoll sein kann

KI kann dir helfen,

  • medizinische Begriffe oder Laborwerte einfacher zu verstehen

  • deine Symptome oder Beobachtungen zu strukturieren

  • Fragen für einen Termin zu sammeln

  • einen ersten Überblick über mögliche Zusammenhänge oder Behandlungsansätze zu bekommen

  • Informationen aus verschiedenen Quellen besser einzuordnen

Gerade bei Themen wie Zyklus, Wechseljahre, Kinderwunsch, Darmbeschwerden oder Erschöpfung kann das eine gute Vorbereitung auf ein Gespräch sein.

Wann du eine Fachperson konsultieren solltest

Sobald es um deine individuelle Situation geht, reicht eine allgemeine KI-Antwort oft nicht mehr aus oder das zu individualiseren wird sehr zeitaufwändig und scheint oft als endloser Prozess. Das gilt besonders, wenn:

  • Beschwerden neu, stark oder anhaltend sind

  • Medikamente, Hormone, Heilpflanzen oder Nahrungsergänzungsmittel im Spiel sind

  • bereits Diagnosen oder Laborbefunde vorliegen

  • verschiedene Beschwerden gleichzeitig auftreten

  • du unsicher bist, ob eine ärztliche Abklärung notwendig ist

  • du aus vielen Empfehlungen nicht mehr erkennst, was für dich wirklich sinnvoll ist

Eine KI kann Informationen liefern. Sie kann aber nicht zuverlässig beurteilen, welche Empfehlung zu deinem Körper, deiner Vorgeschichte und deiner aktuellen Situation passt.

Wie ich KI in meiner Praxis nutze

Auch ich nutze KI als Arbeitsinstrument – zum Beispiel, um Informationen zu strukturieren, Fachthemen zusammenzufassen, Fragen vorzubereiten oder Inhalte für Patientinnen verständlicher aufzubereiten. Selbstverständlich immer im Rahmen des Datenschutzes und ohne sensible Patientinnendaten in KI-Tools einzugeben.


Therapeutische Entscheidungen treffe ich jedoch immer selbst.


Entscheidend bleiben für mich:

  • deine persönliche Geschichte

  • deine Beschwerden und Befunde

  • meine fachliche Einschätzung

  • vorhandene medizinische Abklärungen

  • und die Frage, was für dich tatsächlich sinnvoll und sicher ist

Wenn du vor einem Termin etwas mit ChatGPT recherchiert hast, bring es gerne mit. Wir können gemeinsam anschauen, was davon hilfreich ist, was eingeordnet werden muss und was vielleicht gar nicht zu deiner Situation passt.


Mein Fazit

KI ist für mich eine gute Ergänzung, aber kein Ersatz für eine individuelle Begleitung.

Sie kann helfen, bessere Fragen zu stellen. Die eigentliche Einordnung beginnt dort, wo allgemeine Informationen auf einen konkreten Menschen treffen.



 
 
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